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Segelfreizeit 2019

Erster Segeltörn des AWO Ortsvereins vom 1. bis 6. September 2019


Reisebericht von Alexander Simon und Heinz Engelhardt

 

Am Sonntag, den 01. September trafen wir uns am Bahnhof in Biberach um nach Holland ans Ijselmeer zum Segeln zu fahren. Wir waren 8 Jungs und 7 Mädchen. Außerdem waren Heinz, Tobias und Paula als Betreuer dabei. Jetzt hieß es Abschied nehmen von den Eltern. Das erste Mal in unserem Leben waren wir auf dem Weg zu einem Segeltörn. Auch für Paula und Tobias war dies das erste Mal. Ziel war Enkhuizen am Ijsselmeer in Holland. Acht Stunden dauerte die Bahnfahrt Am Abend sind wir wohlbehalten dort angekommen. Zunächst brachten wir unser Gepäck auf das Schiff, das noch gereinigt wurde und gingen dann erst mal zum Pizzaessen. Danach konnten wir es kaum erwarten auf das Schiff zurück zu kommen und unsere Kojen zu beziehen. Mit so wenig Platz in den Kajüten haben wir nicht gerechnet. Es war ziemlich eng was uns aber nicht weiter störte. . Mit an Bord waren Woulter der Skipper und Erik sein Matrose sowie 2 Schiffshunde. Von ihnen erhielten wir eine kleine Einführung in die Regeln an die wir uns zu halten hatten. Der erste Abend, die erste Nacht. Es dauerte lange bis wir alle zur Ruhe kamen.


Nach dem Gang zu Supermarkt und einem kurzen Frühstück ging es los. Die ersten Vorbereitungen wurden getroffen und wir wurden alle in Teams eingeteilt denen unser Skipper verschiedene Aufgaben zugeteilt hat. Felix, Jan –Marc und Max waren die kräftigsten und wurden von unserm Skipper das Schwarzenegger- Team genannt Sie waren für das hissen des Großsegels verantwortlich.


Nun ging es los! Ablegen im Hafen von Enkhuizen. Unter Motor geht es bis außerhalb des Hafens. Hier weht schon ein  heftiger Wind.  Jetzt werden Segel gesetzt. Zunächst ist das Schwarzenegger- Team gefragt. Das Großsegel musste gesetzt werden. Die Drei hatten es am Schwersten. Danach wurde das Vorsegel gesetzt. Gleichzeitig wurde das  Schwert auf der dem Wind abgewandten Seite (Leeseite) abgesenkt. Ein kräftiger Wind aus Südwest trieb uns relativ schnell Richtung Den Oever. Kurz vor Den Oever riss das Vorsegel auf der ganzen Breite auf. Unter Motor liefen wir durch die Schleuse in die Nordsee und direkt zur Insel Texel zum Segelmacher.


 Nachdem das Segel repariert war entschieden der Skipper und Heinz sich nun wieder ins Ijsselmeer zurück zu fahren da Starkwind angesagt war und das Segeln im Watt bei Ebbe und Flut und diesem Wind für Landratten sehr unangenehm werden kann. Nach vier Stunden herrlichem Segeln konnten wir in Den Oever fest machen. Am Mittwoch war das Ziel Medemblick einem sehr schönen Städtchen am Ijsselmeer.  Heute war das Segeln eine Herausforderung für uns Landratten. Windstärke 6 -7 von vorne. Die Gischt spritzte permanent über das Vordeck, zwischendurch regnete es auch ziemlich heftig und kühl war es auch noch. Aber wir waren alle gut angezogen und so konnte uns das Wetter nicht viel ausmachen. Tobias tat uns ein bisschen leid. Er hat geglaubt seine Windjacke sei wasserdicht, was ein Irrtum war. Nachdem die Segel geborgen und wir im Hafen von Den Oever festgemacht hatten hat sich das Essensteam (wir mussten ja selber kochen) sofort an’s Kochen gemacht. Die vier Herdplatten heizten dann die Kajüte ganz schnell auf und es wurde mollig warm.  Die Spaghetti waren schnell gekocht. Dazu gab es das mit Tomatensoße verlängerte Chilli con Carne vom Vortag. Es schmeckte allen hervorragend insbesondere da alle nach diesem Tag auf See ziemlich hungrig waren. Donnerstagmorgen hieß es dann wieder früh aufstehen, frühstücken und dann wieder alle Mann an Deck, ablegen und außerhalb des Hafens Segel setzen. Dies war bei Windstärke 7 in Böen 8 eine echte Herausforderung. Unser Schwarzeneggerteam hatte heftig zu kämpfen und sie brauchten tatsächlich zum ersten Mal Unterstützung. Auch das hissen des Vorsegels brauchte alle Kräfte.  Über Nacht hatte der Wind gedreht und er kam nun aus Nordwest. Das bedeutete relativ ruhiges Segeln da der Wind von Raumschots, das heißt halb von hinten kam. Unruhig waren nur die Wellen die heute eine Höhe von ein- bis eineinhalb Meter erreichten.. Mit acht bis neun Knoten ging es jetzt Richtung Heimathafen Enkhuizen.


Nach einer Wende die wiederum hervorragend geklappt hat erreichten wir nach fünf Stunden Segeln unser Ziel. Alle wollten nochmal diese köstlichen Pizza vom ersten Abend essen. Nach einem Kassensturz entschied das Betreuerteam, dass wir uns zum Abschluss dieser herrlichen Segeltage uns noch eine Pizza gönnen können.


Am Freitagmorgen war wieder frühes Aufstehen angesagt. Um 8.40 Uhr fuhr der Zug. Nach fast zwölf Stunden Zugfahrt inklusiver Zwischenaufenthalte kamen wir kurz vor 21.00 Uhr wieder in Biberach an. Unsere Eltern waren alle zum Bahnhof gekommen um uns in Empfang zu nehmen. Mit etwas gemischten Gefühlen verabschiedeten wir uns voneinander und von unseren Betreuern Paula, Tobias und Heinz. Froh wieder zu Hause zu sein, aber auch ein kleines bisschen traurig, dass diese erlebnisreiche Woche schon vorbei ist. Wie sagte Alexander: „Ich hoffe, dass die AWO das nochmal macht“.

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Segelfreizeit 2019 (SO, 01. September 2019)

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Veröffentlichung

So, 01. September 2019

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